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Heute: Carrosserie Lang GmbH, Seewen (SZ)

Die Gemeinschaft im Netzwerk «Certified First Switzerland» (CFS) wächst kontinuierlich: Mit der Carrosserie Lang GmbH aus Seewen ist kürzlich bereits das zehnte Mitglied dazu gestossen. Für Richard Schöller ein besonderer Moment: «Ich freue mich sehr über das kleine Jubiläum. Und wir arbeiten bei Certified First weiter daran, das Netzwerk schnellstmöglich flächendeckend über die ganze Schweiz zu spannen. Schon Anfang 2023 expandieren wir in die Romandie und ins Tessin», sagt der leitende Manager und Verantwortliche von «CFS».

Und, man sollte ja mit seinen Erfolgen über kurz oder lang nicht immer nur hinter dem Berg halten: Denn beim Jubiläumsmitglied Lang handelt es sich in der Tat um ein interessantes und erfolgreiches Unternehmen, das sogar in der Aus- und Weiterbildung Spuren hinterlässt. Die Leserinnen und Leser von carwing.ch erinnern sich mit Bestimmtheit an Rebekka Ott: Die junge Lackiererin hat ihre Lehre bei den Schwyzern mit der grandiosen Note 5,6 abgeschlossen, war überlegene Regionalmeisterin und hat 2018 an den Schweizer Berufsmeisterschaften die Bronzemedaille gewonnen. Da klingt der folgende Satz von Markus Marty geradezu bescheiden: «Bildung ist das A und O, deshalb werden unsere Mitarbeitenden gefördert, wo es nur geht», sagt der Geschäftsleiter der Carrosserie Lang.

Fördern, wo es nur geht: Das gilt ebenfalls für die aktuell vier Lernenden – ein Carrosseriespengler EFZ, zwei Carrosserielackierer EFZ und ein Lackierassistent EBA. Ob bald ein Schulabgänger oder eine Schulabgängerin die brandneue dreijährige Ausbildung zum Carrosseriereparateur im Betrieb in Angriff nehmen wird, ist durchaus möglich. «Wir sind diesbezüglich positiv eingestellt», sagt Markus Marty. «Aber ich denke, es braucht noch etwas Zeit, bis sich die neue Ausbildung etabliert hat.» So oder so gilt für Markus Marty und die Ausbildungsprofis an der Seite der Lernenden: Nachwuchsförderung ist lebenswichtig, für jeden Berufsstand. Nach dieser Prämisse werden die Aufgaben in Seewen auch weiterhin angegangen.

Übrigens: Für die Angestellten in der Werkstatt drehen sich die Weiterbildungen unter anderem auch um die Themen Hybridtechnik, Dellendrücken, alternative Reparaturmethoden und Elektroantrieb. Letzteres ist der Fall, obwohl in der Firma Lang und von ihren beiden thematisch geschulten Mitarbeitern nicht nur vorbehaltlos für den Batterieantrieb applaudiert wird. «Der Hype auf E-Autos ist meiner Meinung nach etwas übertrieben. Es werden ausschliesslich die Vorteile hervorgehoben, von den Nachteilen hört und liest man kaum etwas», sagt Markus Marty. «Gerne würde ich mehr über Wasserstoff und die Brennstoffzelle erfahren, aber leider sind diese beiden Themen in den Medien kaum präsent.»

Überhaupt nicht präsent im Betrieb in Seewen sind Aufträge, welche die 13 Angestellten in reparatur-technischer Hinsicht nicht erledigen könnten. Denn neben sämtlichen Spengler- und Lackierarbeiten für alle PW-Marken liegen die Kernkompetenzen bei Smart Repair, beim Dellendrücken oder bei der Reparatur und dem Ersetzen von Scheiben. Dabei findet das Thema Digitalisierung immer mehr Beachtung: Zum Beispiel wurde vor einiger Zeit die Auftragsannahme digitalisiert. Der nächste Schritt ist die Zeiterfassung der Angestellten. Zudem kommunizieren die Mitarbeitenden mit Versicherungen grösstenteils digital und führen Live-Expertisen per Smartphone durch. Was noch ein wenig fehlt, ist der starke und überzeugende Auftritt gegenüber Versicherungen und Flottenmanagern. «Aber dafür haben wir ja jetzt das Netzwerk», sagt Markus Marty lachend.