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Die «PPG Switzerland GmbH» (Konzerntochter von PPG) und die Belfa AG (Importeur von PPG) arbeiten mit vollem Engagement daran, das Netzwerk «Certified First Switzerland» (CFS) in der Schweiz zu etablieren.

Ziel der Verantwortlichen ist es, durch Erweiterung der technischen Kompetenzen und dem Ausbau von betriebswirtschaftlichem Wissen die Auftragslage der Mitgliederbetriebe sicherzustellen sowie deren Umsatz, Rendite und Auslastung zu optimieren. Gleichzeitig wird es für Firmeninhaber immer wichtiger, sich nicht nur auf die technischen Kompetenzen zu konzentrieren, sondern vermehrt auch in Management-Themen zu investieren und Weitsicht zu zeigen. «carwing.ch» stellt die Unternehmungen, die sich von diesen Argumenten überzeugen liessen und sich zum Mitmachen bei «Certified First Switzerland» entschlossen haben, in loser Folge in Wort und Bild vor.

Heute: Rüttimann GmbH, Autospenglerei & Spritzwerk, Untereggen (SG)

Verantwortungsbewusst, vorausschauend, vertrauenswürdig, voll engagiert – wer mit Norbert Rüttimann ins Gespräch kommt, merkt sofort, dass diese Adjektive zu ihm passen wie die Olma-Bratwürste zu St. Gallen. Jener Kanton, in dem der heute 57-Jährige seinen Betrieb 1994 in der Ortschaft Untereggen als Einzelfirma gegründet hat.

Beispiele für die oben genannten Eigenschaftswörter gibt es einige. Zu «engagiert» passt, dass sich der gelernte Carrosseriespengler mit Engagement und Freude in der Lokalpolitik einbringt und seit acht Jahren als Gemeindepräsident von Untereggen amtet. Bei «vorausschauend» möchten wir das Beispiel nennen, als die Nachfolgereglung im Betrieb mit einem langjährigen Mitarbeiter auf gutem Weg ist. Oder dass die ursprünglich als Spenglerei tätige Firma im Jahre 2000 mit einer Lackierabteilung erweitert wurde. «Verantwortungsbewusst» ist Norbert Rüttimann, indem er in seinem Unternehmen seit bald 30 Jahren ausschliesslich Wasserlacke verwendet und obendrein darauf achtet, die Abfallmenge sehr klein zu halten. Und selbstverständlich wird, wann immer möglich, repariert und nicht ausgetauscht. Gleichzeitig steckt der Betrieb mitten in einem Umbauprojekt: Themen wie Solarzellen, umweltfreundliches Heizen und LED-Beleuchtung stehen deshalb ganz oben im Anforderungskatalog.

In der Rüttimann GmbH sind sieben Fachleute tätig: Je zwei in der Lackiererei und Spenglerei, plus je ein Lernender sowie eine Teilzeitangestellte im Büro. Und die arbeiten – allesamt nach dem Rüttimann-Motto «ein Auftrag ist erst dann abgeschlossen, wenn der Kunde zufrieden ist» – in den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern. Unter anderem beheben sie Carrosserie-, Unfall- und Hagelschäden, ersetzen oder reparieren Scheiben und führen sämtliche Lackierarbeiten an Fahrzeugen, Industrieteilen oder Möbeln aus. Auch Old- und Youngtimer-Restaurationen zählen zum Angebot.

Klar, dass ein derartig grosser Angebotsstrauss gut geschultes Personal verlangt. «Es ist extrem wichtig, dass wir uns stetig weiterbilden, sei es intern oder extern. Vor allem in der Werkstatt, aber auch in Kalkulation und Betriebsführung. So wollen wir immer auf dem neusten Stand bleiben», hält Norbert Rüttimann seine Firmenphilosophie fest. Zudem legt er grossen Wert auf eine vorbildliche Lehrlingsausbildung, in der man permanent nach neuen und zielführenderen Wegen sucht. Was klarerweise auch hinsichtlich der Ausbildung zum «Carrosseriereparateur» Bestand hat. «Es ist eine sehr gute Idee, Jugendlichen, die schulisch weniger stark sind und ihre Fähigkeiten im praktischen Bereich haben, eine gute Ausbildung zu ermöglichen», sagt der Carrossier. Eine Idee übrigens, die er künftig in die Realität umsetzen wird, sollte sich ein geeigneter Kandidat oder eine Kandidatin aufdrängen. So oder so: Einigen jungen Menschen in seinem Umfeld scheint diese Art zu entsprechen, und sie haben an der Philosophie und der Art, wie in der Rüttimann GmbH Ausbildung betrieben wird, Gefallen gefunden: Wie carwing.ch weiss, sind zwei ehemalige Lernende ins Unternehmen zurückgekehrt und arbeiten seit längerer Zeit wieder dort.

Von der Mitgliedschaft im Netzwerk von «Certified First Switzerland» erhofft sich Hobby-Skifahrer Rüttimann schon das eine oder andere. Zum Beispiel «den intensiven Erfahrungsaustausch unter Netzwerk-Mitgliedern» oder auch einen «noch besseren Zugang in den Bereich Weiterbildung sowie zu Versicherungen und anderen Anbietern im Markt». Und was hält der Posaunist (er spielt in der örtlichen Blasmusik) von der Schadensteuerung? «Eigentlich viel, aber ich bin eher für die freie Steuerung. Allerdings muss man versuchen, sich anzupassen und das Bestmögliche daraus zu machen», ist seine diplomatische Antwort. Dass er zweifellos das Beste daraus machen wird, daran zweifeln wir nach unserem Interview in keiner Weise.